Teil 4: Weihnachten in Diani Beach, Silvester am Musikfestival in Kenia
Nach Watamu sind Embla und ich die Küste Richtung Süden nach Diani Beach gefahren. Diani Beach ist ein großer, weiter, weißer Strandabschnitt unterhalb von Mombasa und vor allem deshalb so beliebt, weil der Strand und das Meer wunderschön sind. Vor allem italienische und deutsche Touristen kommen hierher um Urlaub zu machen.
Über einen Bekannten habe ich schon vorab ein "Baumhaus" im "Stilts Treehouse" Hostel gebucht und obwohl ich mir nichts Großes erwartet habe, wurden meine Erwartungen übertroffen. Embla und ich hatten unser eigenes kleines Baumhaus (Doppelzimmer mit Balkon) mitten in der Natur. Am Morgen haben uns schon die Affen am Balkon besucht!
Jeden Tag um 19 Uhr gab es die "Bushbabyfütterung" (Bushbaby = Galagos = kleine Affen) und wir konnten gratis das Pool im Nebenhotel und die Strandliegen mitbenutzen. Hier mehr zum Hostel:
Am 24.Dezember, am Weihnachtstag, wollten wir etwas Besonderes machen und haben einen Schnorchelausflug nach Wasini Island gebucht, eine Insel südlich von Kenia, an der Grenze zu Tansania. Wir hatten das große Glück, dass wir über eine Company gebucht haben, die nicht so bekannt war, aber trotzdem sehr professionell und deshalb waren wir nur zu zweit am Boot, statt wie bei den anderen Anbietern mit 20 anderen Leuten. Somit verbrachten wir den Weihnachtstag mit unserer privaten Bootscrew am Boot, waren schnorcheln, hatten gutes Essen am Strand und es war nicht zu touristisch. Am Abend gönnten wir uns einen Besuch in einem tollen Strandresort wo ein Gospelchor gesungen hat und der Weihnachtsmann mit Kamelen Geschenke an die Kinder verteilt hat.
Obwohl ich an diesem Tag natürlich schon traurig war, dass ich nicht mit meiner Familie feiern konnte, war es ein schönes Weihnachtsfest. Später wurde dann noch nach Österreich videotelefoniert - eh klar! ;-)
Embla ist am 26.12.nach Lamu geflogen, ich habe Leute im Hostel kennengelernt und bin am 27.12. mit ihnen nach Mombasa mitgefahren. Nach ein paar Tagen in Mombasa gings dann schon weiter nach Kilifi, wo von 30.12.-02.01. das "Kilifi New Year Music Festival" stattgefunden hat. Das Festival ist ein alternatives und elektronisches Musikfestival, das jedes Jahr an der Küste von Kenia über Neujahr stattfindet. Das Festival war eines der besten Erlebnisse, die ich auf meiner Reise hatte!!
Ich habe mich mit Embla dort wieder getroffen und die Tage mit ihr und anderen Reisenden verbracht. Habe in den Tagen meine Freunde aus Nairobi wieder getroffen und andere Menschen kennengelernt, mit manchen ich auch heute noch in Kontakt bin.
Wir haben die Tage am Strand oder Pool gechillt, in der Nacht bis in die frühen Morgenstunden getanzt.
Eines der schönsten Erlebnisse war, als Embla und ich um 6 Uhr früh ins Hostel zurückkamen, ins Pool schwimmen gingen, danach an den Strand um den Sonnenaufgang zu sehen und wir einen Fischer getroffen haben, der auf einem Boot lebt und uns mit dem Boot raus aufs Meer genommen hat. Von seinem Boot aus haben wir den Sonnenaufgang gesehen und es war so schön, dass ich es niemals mehr vergessen werde.
Insgesamt war ich 5 Tage in Kilifi (29.12.-02.01.) und es war für mich ein wundervolles Jahresende und ein noch besserer Beginn in das Jahr 2020.
Danach hab ich noch ein paar Tage bei Freunden in Mombasa verbracht und bin schließlich am 07.01. zurück nach Nairobi und am 09.01. nach Tansania gereist.
Mehr zum Festival:
Insgesamt kann ich über meine Reisezeit in Kenia sagen, dass es eine sehr wertvolle Zeit für mich war, in der ich sehr viel über mich, aber auch über andere Menschen gelernt habe. Sehr wichtig für mich war die Erfahrung, dass man nicht immer einen Plan haben muss. Oft habe ich nicht gewusst was ich am nächsten Tag mache oder auch spontan meine Pläne geändert. Sehr wertvoll war auch für mich zu erfahren, dass man manchmal etwas verlieren muss, um etwas gewinnen zu können. Erst wenn man gewisse Freiräume schafft - absichtlich oder unabsichtlich -, können neue Dinge ins Leben treten. Für mich persönlich waren das materielle Dinge, die ich verloren habe, die gestohlen wurden oder kaputt gegangen sind, aber auch Personen, von denen ich mich verabschieden musste, weil sich unsere Wege trennten oder die ich aus meinem Leben strich, weil sie nicht gut für mich waren.
Viele Menschen, die ich auf meinem Weg kennengelernt haben, waren jedoch eine Bereicherung für mich und haben mich inspiriert. So viele unterschiedliche Persönlichkeiten mit noch unterschiedlicheren Geschichten.
Eine davon möchte ich euch hier noch vorstellen:
Ann Jangle aus Südafrika, Kapstadt, die im Juni mit dem Fahrrad, nur einer einzigen Tasche und ihrer Gitarre aufgebrochen und Richtung Kenia gefahren ist, wo ich sie schließlich kennengelernt habe. Sie hat alles verkauft und ist mit dem Fahrrad losgezogen. Ihre genaue Geschichte könnt ihr hier lesen:
Facebook: https://www.facebook.com/AnnJangle/
Sie ist übrigens auch auf dem Musikfestival in Kenia als Musikerin aufgetreten.
Am meisten berührt hat mich ihre Antwort auf die Frage, wie es ist, mit so wenig Materiellem zu leben. Sie hat gesagt:
"Ich habe mich noch nie so frei gefühlt."
Lustigerweise habe ich Ann an verschiedenen Orten auf meiner Reise getroffen. In Diani, Mombasa, Kilifi und zum Schluss zufälligerweise wieder in Mombasa.
Auf die Frage, wann sie wieder nach Kapstadt zurückkehrt hat sie geantwortet:
"Du fühlst, wann deine Reise vorbei ist und es Zeit ist, nach Hause zurückzukehren."
Diesen Satz habe ich auch für mich verinnerlicht.
Mittlerweile ist Ann wieder zurück nach Kapstadt gereist und ich hoffe, dass ich sie irgendwann wiedersehe.
| Unser Baumhaus im Stilts Treehouse |
| Diani Beach |
| Die Affen am Strand |
| Weihnachtstag - sogar Delfine haben wir gesehen |
| Embla und ich beim Schnorcheln |
| Kristallklares Wasser |
| Mittagessen im Inselrestaurant |
| Zum Abschluss gab es noch eine Führung durch die "Sklavenkammern" - eine Höhle, in der Sklaven früher festgehalten und von dort über den indischen Ozean verschifft wurden |
| Bushbaby Fütterung |
| Unser Weihnachtsessen <3 |
| Santa Claus am Strand |
| Kamele am Strand |
| Ann Jangle und ich in Mombasa |
| Mombasa - es gab indisches Essen! Ein Traum! |
| Die Innenstadt von Mombasa |
| Die Villa von Bekannten in Kilifi |
| In der Villa den Sonnenuntergang ansehen |
| Am Festival mit Embla und Kevin |
| Silvester |
| In den frühen Morgenstunden am Boot |
| ...die Ruhe war unbeschreiblich |
| Im Hostel |
| Yoga im Hostel |
| Bei meinen Freunden in Mombasa |
| Abendessen im Forodhani Restaurant in Mombasa |
| Mombasa Strand |
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| Besuch von meinen lieben Freunden aus Nairobi in Mombasa, mit denen ich dann auch gemeinsam nach Nairobi zurückgefahren bin |

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