Safari na dada yangu - Nordtansania Teil 1
Am 14. Februar ist meine Schwester Sabrina in Tansania angekommen. 5 Monate haben wir uns nicht gesehen, umso größer war die Freude! Wochen davor haben wir schon einen ungefähren Reiseplan erstellt und hier ist ein kleiner Einblick in unsere 4wöchige Reise durch Nordtansania:
1) Gleich nach der Ankunft waren wir in Ngare Nanyuki am Markt - da nur 1x in der Woche Markttag ist und Sabrina genau an diesem Tag (Freitag) ankam, hat es sich gut ergeben, dass sie sich das rege Treiben am Markt gleich ansehen konnte. Der Markttag ist für die BewohnerInnen im Umkreis sehr wichtig, denn dort verkaufen sie das Obst, Gemüse, Getreide etc., das sie anbauen. Aber auch Vieh wird verkauft (Schafe, Ziegen, Kühe) und Kleidung, die meistens von Europa als Secondhandware nach Afrika gebracht wird. Am Kleidermarkt gibt es auch Leute, die Stoffe verkaufen, aus denen man sich in der Schneiderei dann ganz tolle Sachen schneidern lassen kann!
Die nächsten Tage haben wir in Ngabobo in meiner Unterkunt im Maasailand verbracht und wir haben Zeit mit den SchülerInnen verbracht, waren zu Besuch in einer Maasaihütte und haben uns die Maasailodge angesehen. Am Samstag habe ich mit zwei anderen Volunteers - Karin und Darri - ein Konzert gesungen und auch meine Englischklasse durfte zwei Lieder aufführen. Danach gab es eine Tanzparty zu moderner ostafrikanischer Musik, was sehr spannend war, weil sich die Jugendlichen nicht getraut haben zu tanzen - sie wollten unbedingt, waren aber sehr schüchtern. Erst als ein Lehrer ihnen sagte, dass sie sich nicht schämen müssen und tanzen dürfen, sind sie aus sich herausgekommen und haben getanzt. Das war super lustig und sie haben dann sogar ein "Dancebattle" zwischen zwei Jugendlichen gemacht, das war super cool!
Übrigens haben sich die Lehrer bei meiner Verabschiedung nochmal für das Konzert bedankt und gesagt, dass sie nun gelernt haben, dass Frauen auch Instrumente lernen können...
Am Montag sind wir nach Momella zum Standort von Africa Amini Alama gefahren, dort haben wir uns die Schulen, die Schneiderei und das Waisenhaus angesehen und wieder ein Konzert veranstaltet. Ich habe einige Lieder gesungen, Karin und Darri haben auch gesungen und auf der Gitarre gespielt. Nach dem Konzert gab es auch hier natürlich eine Tanzparty (OstafrikanerInnen LIEBEN tanzen und es macht irrsinnigen Spaß mit ihnen zu tanzen!).
Nach ein paar Tagen im Projekt, mussten wir leider schon weiterreisen, davor haben wir noch einige Sachen für die Kinder durch Spendengelder gekauft gekauft (Stifte, Malbücher etc.). Ein großes DANKESCHÖN an dieser Stelle an meine Mama, Oma und einen lieben Freund - Wesam - ,die sich finanziell daran beteiligt haben!
2) Als nächstes ging die Reise nach Arusha, dort waren wir aber nur einen Tag bevor unsere Safari startete. Wir haben uns mit unserer Safariveranstalterin Furaha getroffen, die Finanzen mit ihr geregelt, das weitere Vorgehen besprochen und waren danach auch bei einem Schneider, der uns einige Röcke genäht hat.
3) 4-tägige Safari: Tarangire Nationalpark - Serengeti - Ngorogoro Krater
Obwohl ich in Kenia schon auf einigen Safaris war, war es in Tansania noch einmal anders und TRAUMHAFT schön! Wir haben uns mit zwei Japanerinnen und einem tschechischen Pärchen, das gerade auf Hochzeitsreise war, das Auto geteilt und hatten das Glück, dass alle sehr nett waren und wir uns gut verstanden haben. Der Tarangire Nationalpark ist nur ein kleiner Nationalpark, der vor allem für sein hohes Elefantenaufkommen berühmt ist. Aber auch andere Tiere wie Zebras, Büffel, Giraffen, Hyänen, Paviane etc. sind zu sehen. Ein besonderes Flair machen im Tarangire NP sicher die Baobabbäume aus, die bis zu 800 Jahre alt werden und das Landschaftsbild prägen. Übernachtet haben wir die erste Nacht in einem Camp, aber in einem relativ schönen Doppelzimmer mit warmer Dusche.
Am zweiten Tag fuhren wir Richtung Serengeti, ein 30000km2 großer Nationalpark, der auf der anderen Seite der Grenze - also in Kenia - die Maasai Mara ist. Das Wort "Serengeti" stammt übrigens von den Maasai ab und heißt übersetzt so viel wie "weites Land". Um in die Serengeti zu kommen, fährt man durchs Ngorogoro-Schutzgebiet, das einerseits aus Vulkanbergen und Regenwald, aber andererseits auch aus Steppe besteht. Ein Highlight war sicherlich die Gnuwanderung, die in der südlichen Serengeti von Dezember bis März zu sehen ist. In dieser Zeit wandern tausende von Gnus durch die Serengeti zu einem bestimmten Platz, um dort ihre Kälber zu gebären. In dieser Zeit werden etwa 500000 Gnus geboren, etwa 8000 täglich.
Mehr dazu: https://www.aufsafari.de/blog/die-grosse-tierwanderung.htm
Ein weiteres Highlight an diesem Tag war auch die Löwenmama, die auf einem Baum entspannt hat, während ihre Babies unten im hohen Gras gespielt haben.
Diese Nacht haben wir in einem Zelt auf einem Campingplatz mitten in der Serengeti verbracht, was relativ spektakulär war, weil uns vor dem Schlafengehen plötzlich ein Nilpferd am Campingplatz besucht hat. Auch Hyänen und ein Löwe ist vorbeigeschlichen... das war wirklich ein bisschen unheimlich! In der Früh stand dann sogar ein Elefant bei uns im Camp, das war wirklich ein besonderer Moment!
Am nächsten Tag sind wir schon vor Sonnenaufgang losgefahren um den Sonnenaufgang über der Serengeti zu sehen. Für mich persönlich sind diese "Morning Game Drives" eine der schönsten Erlebnisse auf Safaris, da man hautnah miterlebt, wie die Wildnis erwacht. Es ist eine wahnsinnig tolle Stimmung, wenn die Sonne hinter dem Horizont aufgeht und alles "zum Leben erwacht". An diesem Tag hatten wir auch das große Glück eine Gepardenfamilie Zebras jagen zu sehen. Obwohl ich schon mehrmals in Kenia auf Safari war, war es das erste Mal für mich, so ein Spektakel zu beobachten. Die Nacht haben wir wieder auf einem Campingplatz in einem Zelt verbracht, direkt am Kraterrand des Ngorogoro Kraters.
Am letzten Tag unserer Safari waren wir im Ngorogoro Krater, der eine Fläche von über 26000km2 hat und durch den Einbruch eines Vulkanberges entstand. Der höchste Punkt des Kraterrandes beträgt 2300m und es ist ein Erlebnis zu sehen, wie sich die Vegetation verändert, wenn man von unten den Kraterrand hinauffährt bzw hinunterfährt! Unten im Krater leben eine Vielzahl an Elefanten, Zebras, Büffel, Gnus, Antilopen, Giraffen, Schakale, Nilpferde, Nashörner und noch ganz viel mehr Tiere. Übrigens gibt es hier die größte Raubtierdichte Afrikas und wir haben Löwen ganz nah gesehen (direkt neben unserem Auto!).
Leider mussten wir am Nachmittag schon wieder zurück nach Arusha fahren. Aber die 4 Tage Safari werden mir ewig in Erinnerung bleiben!
Ich kann euch übrigens sehr empfehlen über Furaha zu buchen, sie arbeitet sehr professionell und die Safaris und Touren sind relativ preiswert im Gegensatz zu anderen Anbietern: https://mnyalusafaris.com/
Bleibt gespannt! In Teil 2 werdet ihr von unserer Wanderung abseits der typischen Touristenpfade durch kleine Bergdörfer und von unseren Erlebnissen auf Sansibar lesen!
1) Gleich nach der Ankunft waren wir in Ngare Nanyuki am Markt - da nur 1x in der Woche Markttag ist und Sabrina genau an diesem Tag (Freitag) ankam, hat es sich gut ergeben, dass sie sich das rege Treiben am Markt gleich ansehen konnte. Der Markttag ist für die BewohnerInnen im Umkreis sehr wichtig, denn dort verkaufen sie das Obst, Gemüse, Getreide etc., das sie anbauen. Aber auch Vieh wird verkauft (Schafe, Ziegen, Kühe) und Kleidung, die meistens von Europa als Secondhandware nach Afrika gebracht wird. Am Kleidermarkt gibt es auch Leute, die Stoffe verkaufen, aus denen man sich in der Schneiderei dann ganz tolle Sachen schneidern lassen kann!
Die nächsten Tage haben wir in Ngabobo in meiner Unterkunt im Maasailand verbracht und wir haben Zeit mit den SchülerInnen verbracht, waren zu Besuch in einer Maasaihütte und haben uns die Maasailodge angesehen. Am Samstag habe ich mit zwei anderen Volunteers - Karin und Darri - ein Konzert gesungen und auch meine Englischklasse durfte zwei Lieder aufführen. Danach gab es eine Tanzparty zu moderner ostafrikanischer Musik, was sehr spannend war, weil sich die Jugendlichen nicht getraut haben zu tanzen - sie wollten unbedingt, waren aber sehr schüchtern. Erst als ein Lehrer ihnen sagte, dass sie sich nicht schämen müssen und tanzen dürfen, sind sie aus sich herausgekommen und haben getanzt. Das war super lustig und sie haben dann sogar ein "Dancebattle" zwischen zwei Jugendlichen gemacht, das war super cool!
Übrigens haben sich die Lehrer bei meiner Verabschiedung nochmal für das Konzert bedankt und gesagt, dass sie nun gelernt haben, dass Frauen auch Instrumente lernen können...
Am Montag sind wir nach Momella zum Standort von Africa Amini Alama gefahren, dort haben wir uns die Schulen, die Schneiderei und das Waisenhaus angesehen und wieder ein Konzert veranstaltet. Ich habe einige Lieder gesungen, Karin und Darri haben auch gesungen und auf der Gitarre gespielt. Nach dem Konzert gab es auch hier natürlich eine Tanzparty (OstafrikanerInnen LIEBEN tanzen und es macht irrsinnigen Spaß mit ihnen zu tanzen!).
Nach ein paar Tagen im Projekt, mussten wir leider schon weiterreisen, davor haben wir noch einige Sachen für die Kinder durch Spendengelder gekauft gekauft (Stifte, Malbücher etc.). Ein großes DANKESCHÖN an dieser Stelle an meine Mama, Oma und einen lieben Freund - Wesam - ,die sich finanziell daran beteiligt haben!
2) Als nächstes ging die Reise nach Arusha, dort waren wir aber nur einen Tag bevor unsere Safari startete. Wir haben uns mit unserer Safariveranstalterin Furaha getroffen, die Finanzen mit ihr geregelt, das weitere Vorgehen besprochen und waren danach auch bei einem Schneider, der uns einige Röcke genäht hat.
3) 4-tägige Safari: Tarangire Nationalpark - Serengeti - Ngorogoro Krater
Obwohl ich in Kenia schon auf einigen Safaris war, war es in Tansania noch einmal anders und TRAUMHAFT schön! Wir haben uns mit zwei Japanerinnen und einem tschechischen Pärchen, das gerade auf Hochzeitsreise war, das Auto geteilt und hatten das Glück, dass alle sehr nett waren und wir uns gut verstanden haben. Der Tarangire Nationalpark ist nur ein kleiner Nationalpark, der vor allem für sein hohes Elefantenaufkommen berühmt ist. Aber auch andere Tiere wie Zebras, Büffel, Giraffen, Hyänen, Paviane etc. sind zu sehen. Ein besonderes Flair machen im Tarangire NP sicher die Baobabbäume aus, die bis zu 800 Jahre alt werden und das Landschaftsbild prägen. Übernachtet haben wir die erste Nacht in einem Camp, aber in einem relativ schönen Doppelzimmer mit warmer Dusche.
Am zweiten Tag fuhren wir Richtung Serengeti, ein 30000km2 großer Nationalpark, der auf der anderen Seite der Grenze - also in Kenia - die Maasai Mara ist. Das Wort "Serengeti" stammt übrigens von den Maasai ab und heißt übersetzt so viel wie "weites Land". Um in die Serengeti zu kommen, fährt man durchs Ngorogoro-Schutzgebiet, das einerseits aus Vulkanbergen und Regenwald, aber andererseits auch aus Steppe besteht. Ein Highlight war sicherlich die Gnuwanderung, die in der südlichen Serengeti von Dezember bis März zu sehen ist. In dieser Zeit wandern tausende von Gnus durch die Serengeti zu einem bestimmten Platz, um dort ihre Kälber zu gebären. In dieser Zeit werden etwa 500000 Gnus geboren, etwa 8000 täglich.
Mehr dazu: https://www.aufsafari.de/blog/die-grosse-tierwanderung.htm
Ein weiteres Highlight an diesem Tag war auch die Löwenmama, die auf einem Baum entspannt hat, während ihre Babies unten im hohen Gras gespielt haben.
Diese Nacht haben wir in einem Zelt auf einem Campingplatz mitten in der Serengeti verbracht, was relativ spektakulär war, weil uns vor dem Schlafengehen plötzlich ein Nilpferd am Campingplatz besucht hat. Auch Hyänen und ein Löwe ist vorbeigeschlichen... das war wirklich ein bisschen unheimlich! In der Früh stand dann sogar ein Elefant bei uns im Camp, das war wirklich ein besonderer Moment!
Am nächsten Tag sind wir schon vor Sonnenaufgang losgefahren um den Sonnenaufgang über der Serengeti zu sehen. Für mich persönlich sind diese "Morning Game Drives" eine der schönsten Erlebnisse auf Safaris, da man hautnah miterlebt, wie die Wildnis erwacht. Es ist eine wahnsinnig tolle Stimmung, wenn die Sonne hinter dem Horizont aufgeht und alles "zum Leben erwacht". An diesem Tag hatten wir auch das große Glück eine Gepardenfamilie Zebras jagen zu sehen. Obwohl ich schon mehrmals in Kenia auf Safari war, war es das erste Mal für mich, so ein Spektakel zu beobachten. Die Nacht haben wir wieder auf einem Campingplatz in einem Zelt verbracht, direkt am Kraterrand des Ngorogoro Kraters.
Am letzten Tag unserer Safari waren wir im Ngorogoro Krater, der eine Fläche von über 26000km2 hat und durch den Einbruch eines Vulkanberges entstand. Der höchste Punkt des Kraterrandes beträgt 2300m und es ist ein Erlebnis zu sehen, wie sich die Vegetation verändert, wenn man von unten den Kraterrand hinauffährt bzw hinunterfährt! Unten im Krater leben eine Vielzahl an Elefanten, Zebras, Büffel, Gnus, Antilopen, Giraffen, Schakale, Nilpferde, Nashörner und noch ganz viel mehr Tiere. Übrigens gibt es hier die größte Raubtierdichte Afrikas und wir haben Löwen ganz nah gesehen (direkt neben unserem Auto!).
Leider mussten wir am Nachmittag schon wieder zurück nach Arusha fahren. Aber die 4 Tage Safari werden mir ewig in Erinnerung bleiben!
Ich kann euch übrigens sehr empfehlen über Furaha zu buchen, sie arbeitet sehr professionell und die Safaris und Touren sind relativ preiswert im Gegensatz zu anderen Anbietern: https://mnyalusafaris.com/
Bleibt gespannt! In Teil 2 werdet ihr von unserer Wanderung abseits der typischen Touristenpfade durch kleine Bergdörfer und von unseren Erlebnissen auf Sansibar lesen!
| Erstes Wiedersehen nach 5 Monaten |
| Am Markt |
| Konzert in Ngabobo |
| Besuch in einer Maasaihütte |
| Besuch bei den Maasai |
| Neben Englisch habe ich den Kindern auch manchmal Klavierunterricht gegeben |
| Meine Klasse |
| Konzert in Momella |
| Beim Schneider in Arusha |
| Let the safari begin! |
| Baobabbaum |
| Blick über den Ngorogoro Krater |
| Giraffe |
| Gnuwanderung |
| Löwenmama |
| Nilpferdbesuch im Camp |
| Sonnenaufgang über der Serengeti |
| Ngorogoro Krater |
| Zebras |
| Die Löwen!!! |
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| Unsere Safarigruppe |
| Blick über den Regenwald bis hinunter zum Krater |
| Affenbesuch im Camp |
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