Karibu sana! Willkommen!

Ankunft in Nairobi

Am 22.09.2019 bin ich gegen 20 Uhr endlich in Nairobi gelandet. Zum Glück traf ich am Flughafen gleich Dr. Becker, einen Arzt aus Deutschland, der die nächsten 5 Tage auch ehrenamtlich für Cargo Human Care in Nairobi tätig sein würde. Da er schon oft dort war, konnte er mir im Vorhinein schon etliches erklären und mir auch beim Ausfüllen des Visumantrags helfen. Das war mir eine große Hilfe, da ich schon ziemlich nervös war, weil ich nicht genau wusste, was auf mich zukommen würde.


So viele Leute bei der Einreise nach Kenia...





Bei der Einreise ging alles gut und ich hab ein Touristenvisum für 3 Monate bekommen - Gott sei Dank, denn manchmal vergeben sie das Visum auch nur für 1 Monat!
Nach der Ankunft am Flughafen, hab ich mir dann gleich eine Safaricom Sim Karte gekauft, um telefonisch und über das Internet erreichbar zu sein. Der Mann im Safaricom Shop sprach sogar Deutsch, weil er einige Jahre in Deutschland gelebt hat.
Danach wurden Dr. Becker und ich von einem Fahrer der Organisation vom Flughafen abgeholt und zu einem Hotel in Nairobi gebracht, in dem wir die erste Nacht verbrachten. Nach der langen Anreise war ich wirklich froh nun eine Dusche und ein warmes Bett zu haben.



Endlich relaxen

Erster Besucher in der Nacht...

Montag, 23.09.2019


In der Früh wurde ich von urwaldartigen Geräuschen geweckt. Der Blick aus dem Fenster war grün...überall Bäume... So habe ich mir "Afrika" gar nicht vorgestellt. Ich dachte, dass es total trocken ist und es nur fast nur Steppe gibt. Stattdessen hatte es einen Hauch von tropischem Regenwaldfeeling. Nur das Klima war anders - in der Früh war es richtig kalt, so um die 14 Grad. Erst im Laufe des Tages wurde es wärmer, aber auch nicht so richtig heiß - wobei man aber sagen muss, dass im Moment in Kenia "Winter" ist... Obwohl es untertags schon bis zu 27 Grad hat. Für die Kenianer ist das so kalt, dass sie sich mit Schal und Haube einpacken und teilweise sogar in dicker Daunenjacke herumlaufen. Sie sagen aber auch selbst, dass das Wetter für sie persönlich kalt ist und sie ein anderes Kälteempfinden wie wir Europäer haben.


Blick aus dem Hotelfenster

Frühstück im Hotel



Um 8 Uhr war Abfahrt zum Mother Mercy`s Home, dem Waisenhaus von Cargo Human Care und gleichzeitig meinem Zuhause für die nächsten 2 Monate. Ich wurde sehr herzlich von den Sozialarbeiterinnen empfangen, die mir auch gleich das ganze Areal zeigten und mir das Personal vorstellten. Ich lernte ca. 50 Leute kennen und konnte mir beim besten Willen nicht alle Namen und Gesichter merken.

Am Areal gibt es ein Waisenhaus in dem sich die Schlafzimmer der Kinder befinden, mehrere Verwaltungsgebäude, eine große Küche, die teilweise draußen, aber auch drinnen ist, einen Veranstaltungssaal, einen Speisesaal, 2 Lernräume, Büros, ein Medical Center, einen Garten mit Tieren und Gemüsefelder, auf denen Kohl, Karotten, Spinat usw. angebaut wird. Es gibt viel Personal, wie z.B. KöchInnen, Gärtner, Putzfrauen, ManagerInnen, SozialarbeiterInnen, Privatfahrer, Securitys, Ärzte, VerwaltungsassistentInnen und die "Mütter", die sich so ähnlich wie bei uns SozialpädagogInnen, um die Kinder kümmern. Wobei man dazu sagen muss, dass es nur 3 Mütter für über 100 Kinder gibt und nicht immer alle anwesend sind. Die Kinder sind zwischen 4 und 17 Jahre alt - viele von ihnen haben noch Eltern, welche jedoch zu arm sind, um sich um die Kinder kümmern zu können. Manche Elternteile sind krank oder schon verstorben. Ca. 20-30 Kinder leben als Vollwaisen im Waisenhaus, das heißt sie haben gar keine Eltern mehr. Die Sozialarbeiterinnen gehen regelmäßig in die Slums rund um das Waisenhaus, besuchen Familien vorort und entscheiden dann, ob Kinder gefährdet sind oder nicht. Für mich war es sehr spannend zu erfahren wie Soziale Arbeit in Kenia funktioniert. Finanziert wird es teilweise durch Cargo Human Care und eine Organisation der anglikanischen Kirche. Am Abend traf ich dann die Kinder, welche erst gegen 16 Uhr von der Schule zurück kommen und mich gleich freudig begrüßt haben.


Mein Zimmer

Mein Badezimmer

Die Tiere am Areal: Die Kühe werden gehalten, damit die Milch getrunken wird. Außerdem wird auch selbst Biogas hergestellt.

Die Schweine werden gehalten damit sie sich vermehren und die Ferkel werden dann weiterverkauft. So wird Geld eingenommen. 

Die Kälber werden weiterverkauft.

Ein Avocadobaum im Garten

Blick aus meinem Fenster auf den "Spielplatz"

Täglich gibt es frische Bananen

Das Mittagessen - Bohnen, Reis, 1 Kartoffel, Kraut und Chapati - ein selbstgemachtes Fladenbrot

Blick auf die Wiese vor dem Medical Center. Es warten hier so viele Leute auf die Behandlung, dass sie teilweise in der Wiese liegen und schlafen, bis sie an der Reihe sind.

Viele Patienten warten auf die Behandlung

Der Hauskater, der ständig Hunger hat

Außerhalb von Nairobi...








Village Market - ein Einkaufszentrum im Botschaftsviertel

Wer hätte das gedacht? ich dachte, dass ich in Afrika dann irgendwo im Nirgendwo bin, aber nach nur einer kurzen Autofahrt erreicht man den Village Market, ein großes Einkaufszentrum, das sehr westlich orientiert ist und wo man wirklich alles kaufen kann. Auch einen großen Supermarkt, den Carrefour, gibt es dort, so wie viele gute Restaurants mit internationaler Küche (sogar thailänisch und vietnamesisch).
Als ich in diesem Einkaufszentrum war, hab ich mich nicht mehr wie in Kenia gefühlt, sondern so wie in einem Einkaufszentrum in Österreich oder einem anderen westlich orientierten Land. Ich war überwältigt von den vielen Eindrücken!

Village Market

Restaurant im Einkaufszentrum




Im Carrefour Supermarkt



Nun bin ich zum Ende meines ersten Eintrages gekommen und hoffe, dass ich euch nun meine ersten Eindrücke aus Kenia ein bisschen näher bringen konnte.

Ich freue mich, wenn ihr meinen Blog weiter verfolgt und halte euch am Laufenden über meine Erlebnisse!

Kommentare

  1. Hallooooooo sieht sehr schön aus. ....freut uns das du gut angekommen bist...wird sicherlich eine spannende Zeit. ..alles liebe u viel Freude bei der Arbeit. .😙🙋🙅

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